SexLex: Hemmung

Hemmung
Ein innerer Widerstand etwas zu tun oder zu sagen.
Gerade wenn es um Sex geht, spüren fast alle Menschen manchmal ein Gefühl der Befangenheit. Vor allem wenn man mit Menschen zusammen ist, die man nicht so gut kennt.
Das kann ein Warnsignal sein, damit man keine Grenze bei sich selbst oder anderen überschreitet. Niemand kann immer seinen sexuellen Wünschen und Lustgefühlen ungehemmt nachgeben. Solche Hemmungen ersparen uns peinliche Situationen, Enttäuschungen oder Ärger.
Man bezeichnet Leute als enthemmt, die sich sehr ausschweifend oder maßlos verhalten, weil sie nicht (mehr) spüren, wo Grenzen sind. Das kann z.B. durch den Einfluss von Alkohol oder Drogen passieren.
Hemmungen können aber auch ein Hindernis sein. Wenn einem Menschen z.B. in der Erziehung Angst vor Sexualität gemacht wurde, ist seine innere Sperre vielleicht so stark, dass sie ihn lähmt. Er schämt sich über Sexualität zu reden und erst recht, Sex mit einem anderen Menschen zu haben.
Manche versuchen, das Problem zu ”ersäufen”. Manchmal hilft das tatsächlich, um ”über seinen Schatten zu springen”. Meistens geht es allerdings schief. Man überwindet nämlich nicht nur seine Befangenheit, sondern verliert auch das Gefühl für Grenzen. (siehe oben).
Wer unter sehr starken Hemmungen leidet, fühlt sich meist ziemlich einsam. In Sexualberatungsstellen oder bei Psychotherapeuten kann man sich Hilfe holen