SexLex: Geschlechtshormone

Geschlechtshormone
Chemische Stoffe, die vom Körper produziert werden um die Entwicklung des Körpers und die Funktion der Geschlechtsorgane zu steuern.
Man unterscheidet zwischen weiblichen Hormonen, die auch Östrogene genannt werden, und männlichen Hormonen, der Fachausdruck dafür ist Androgene.
Obwohl im Körper des Mannes überwiegend männliche und im weiblichen Körper viel mehr weibliche Hormone vorhanden sind, sind beide Hormonarten in jedem Menschen vorhanden und wichtig. Die Einteilung nach männlich und weiblich beruht auf einem Irrtum von Forschern. Weil bei der Entdeckung dieser Stoffe festgestellt wurde, dass sie von den Geschlechtsorganen produziert werden, glaubte man, sie kämen nur entweder bei Männern oder bei Frauen vor. Man war außerdem der Meinung, sie wären die direkte Ursache der sexuellen Lust.
Heute weiß man, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen Geschlechtshormonen und Lust gibt. Trotzdem glauben immer noch viele Leute, dass ein Mensch umso geiler wird, je mehr Hormone er hat.
Die genauen Zusammenhänge zwischen Sexualität und Geschlechtshormonen sind zu kompliziert, um sie in diesem Buch ausführlich zu erklären. Wer mehr darüber wissen möchte, kann z.B. im Sexualkunde-Atlas von Erwin Haeberle nachlesen.